SCU I: Zurück in der Spur!

Sonntag, 08.03.2020, 20. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SC Uckerath – TuRa Oberdrees 4:1 (2:0)

Aufstellung: F.Milicki, B.Rosauer, S.Weber, C.Hermanni, A.Hotel (83. O.Sund) – L.Gashi (87. L.Einheuser), S.Hillert, J.Mondring, T.Stricker, D.Matzdorf – J.Koch (74. S.Jedruszek)

Tore: 1:0 J.Koch (32.), 2:0 L.Gashi (34.), 3:0 C.Hermanni (64.), 3:1 (76.), 4:1 C.Hermanni (90.+5)

Nach zwei zuletzt eher dürftigen Auftritten im neuen Jahr, aber zumindest dem Punktgewinn im Bröltal, wollte man beim heutigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TuRa Oberdrees den ersten Dreier im neuen Kalenderjahr einfahren. Bis zur Heimniederlage im letzten Heimspiel war man schließlich fast ein Jahr ungeschlagen vor eigener Kulisse gewesen und wollte diese Serie nun wieder neu starten. Personell war man jedoch arg in die Bredouille geraten, da mit Johannes Grünig (gesperrt) sowie Edon Klinaku und Marcel Kaptein (beide verletzt) weitere Ausfälle hinzu gekommen waren. Justin Koch, Lindit Gashi, Sascha Weber und Simon Hillert waren zudem angeschlagen und mussten auf die Zähne beißen. Im Vergleich zur Vorwoche rückten Simon Hillert und Julius Mondring in die Startelf und bildeten mit Lindit Gashi ein neues Zentrum. In der Anfangsphase der Partie lief der Motor des SCU allerdings noch nicht ganz so rund. Die Gäste aus Oberdrees übernahmen zunächst das Kommando und schnürten Uckerath in der eigenen Hälfte ein, auch weil man sich zu viele schnelle Ballverluste im eigenen Spiel leistete. In der Defensive war man daher vor allem bei etlichen Standardsituationen wie Ecken oder Freistößen gefordert. Bis auf einen Schuss nach einer Ecke, den Bastian Rosauer vor der Linie klärte, ließ man allerdings keine nennenswerten Chancen zu, sodass die Zuschauer von beiden Teams nur wenig Spannung geboten bekamen. Umso wichtiger war es, dass sich der SCU nach einer halben Stunde ungemein effektiv zeigte. Nach schönem Spielzug über rechts flankte Danny Matzdorf das Leder nach innen, wo Bastian Rosauer’s Schuss letztendlich von Justin Koch aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt wurde. Die Abseitsreklamationen der Gäste blieben beim Schiedsrichtergespann unerhört, vermutlich weil ein Oberdreeser, nach dem Versuch die Flanke zu stören, noch auf der Grundlinie stand. Die TuRa wirkte geschockt und das zeigte sich nun auch auf dem Rasen. Nur kurze Zeit später leisteten sich die Gäste einen eklatanten Fehler im Aufbauspiel, der Lindit Gashi allein aufs Tor zulaufen und den Doppelschlag vollenden ließ. Justin Koch hatte in dieser Szene klar im Abseits gestanden, war aber nur passiv geblieben, sodass der Treffer völlig regulär wär. In der Folge verwaltete der SCU die Führung problemlos in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der große Druck der Gäste aus. Zu einfallslos präenstierten sich die Oberdreeser und zu sicher stand die Defensive des SCU. So konnte man nach über einer guten Stunde sogar noch erhöhen. Lindit Gashi hatte schön für Danny Matzdorf durchgesteckt, der mit seinem Schuss zwar am Keeper scheiterte, aber Christoph Hermanni beim Abpraller das Kopfballduell für sich entschied und auf 3:0 stellte. Die Partie war im Prinzip entschieden, da von den Gästen kaum Gefahr ausging. So musste ein ganz krummes Ding her, um noch einmal für Spannung zu sorgen. Einer Flanke der TuRa war abgerutscht und unhaltbar für Fabio Milicki im Winkel gelandet. Die Gäste witterten nun noch einmal ihre Chance und warfen alles nach vorne. Da der SCU aber die Konter oftmals viel zu schlampig ausspielte, weil man entweder zu eigensinnig handelte oder den falschen Mitspieler im Abseits anspielte, blieb die Partie offen. Bis auf einen Oberdreeser Schuss, den Fabio Milicki parierte, hatte man Defensiv aber alles unter Kontrolle. Mit dem Schlusspfiff setzte Christoph Hermanni per Konter schließlich den Schlusspunkt. Mit dem Sieg hatte man nun nicht nur zurück in die Erfolgsspur gefunden, sondern auch den Gegner in der Tabelle überholt und einige Plätze gut gemacht. Dass es allerdings insbesondere in der Offensive momentan etwas hakt, ist unverkennbar. Der heutige Sieg sollte aber für genug Selbstbewusstsein sorgen, um die ansteigende Form im nächsten Gastspiel bei RW Merl zu bestätigen.