SCU I: Verrücktes Spiel zum Jahresabschluss!

Sonntag, 15.12.2019, 17. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SSV Bornheim – SC Uckerath 5:3 (1:0)

Aufstellung: F.Milicki – T.Ballnus, J.Grünig, C.Hermanni, A.Hotel (75. J.Mondring) – L.Gashi, S.Hillert, I.Weber, D.Matzdorf, T.Keil – J.Koch (70. T.Stricker)

Tore: 1:0 (33.), 1:1 J.Koch (47.), 2:1 (49.), 2:2 I.Weber (52.), 3:2 (71.), 3:3 T.Keil (79.), 4:3 (88.), 5:3 (90+4)
Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Bornheim & Rote Karte für D.Matzdorf (57.)

Im letzten Spiel des Kalenderjahres ging es für den SCU zum SSV Bornheim. Das Spiel war gleichzeitig das erste Spiel der Rückrunde. Im Hinspiel hatte man sich noch torlos getrennt. Auch heute war wieder ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten gewesen, denn beide Teams trennte tabellarisch nur 1 Punkt. Gegenüber des Kantersieges zur Vorwoche gab es kaum Grund zu Veränderungen. Lediglich Torsten Stricker wurde durch Tim Keil ersetzt, der den Verein aus beruflichen Gründen im Winter verlassen wird. Ebenso wird sich Morice Zumhoff einer neuen Herausforderung stellen. Beiden wird nur das Beste für die Zukunft gewünscht. Beide Mannschaften agierten in der Anfangsphase der Partie eher verhalten. Die letzte Konsequenz im Offensivspiel sowie gutes Defensivverhalten in beiden Reihen sorgten für eine erste halbe Stunde ohne jegliche Höhepunkte. Erst nach 30 Minuten wurde es dann mal ansatzweise spannend, als ein abgefälschter Bornheimer Schuss am Tor vorbei ging. In dieser Phase vor der Pause verlor der SCU nun seine Passsicherheit und leistete sich gleich mehrere kapitale Ballverluste. Ein solcher führte zu einem Konter der Gastgeber, den Fabio Milicki im Tor zu einer ersten Parade zwang. Nur eine Minute später war es wieder ein Ballverlust, der einen Gegenstoß der Bornheimer einbrachte, welcher nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Den anschließenden Freistoß aus dem Halbfeld verteidigte man dann äußerst fahrlässig, sodass ein Bornheimer Spieler am langen Pfosten unbedrängt einschießen konnte. Wieder mal kassierte man also einen Treffer nach einer Standardsituation. Eine Schwäche, die dem SCU in dieser Saison schon oft zum Verhängnis wurde. Es ging also mit einem 1:0 für den SSV in die Kabine, was aufgrund der Viertelstunde vor der Pause auch folgerichtig war.

Im zweiten Durchgang musste der SCU nun zielstrebiger und konzentrierter werden und tat dies auch. Keine zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als sich Simon Hillert über rechts durchsetzte und in der Mitte Tim Keil bediente. Der legte das Leder optimal für Justin Koch ab, dessen Linksschuss unten rechts zum Ausgleich einschlug. Leider hatte dies nur kurz Bestand. Abermals war es ein Freistoß aus dem Halbfeld, den man äußerst schlecht verteidigte und das Leder nicht entscheidend klären konnte. Bornheim bedankte sich und versenkte den Abpraller aus dem Rückraum. Erneut hatte man sich also mit einer Standardsituation Steine in den Weg gelegt. Der SCU aber steckte nicht auf. Nach Pass von Lindit Gashi setzte Danny Matzdorf einen Schuss aus linker Position ans Außennetz. Den anschließenden zu kurz geratenen Abstoß der Bornheimer brachte Tim Keil aber prompt wieder in den Strafraum, wo Igor Weber schnell schaltete und zum 2:2 traf. Drei Treffer in nur sieben Minuten. Die Partie wurde nun sehr hektisch und das komplette Gegenteil des ersten Durchgangs. Nachdem Tim Keil aus spitzem Winkel aufs Tor geschossen hatte, wurde er anschließend rüde von den Beinen geholt. Die Proteste blieben unerhört und der Schiedsrichter entschied auf Abstoß anstatt des fälligen Elfmeters. Damit aber nicht genug. Während der Behandlungsphase kam es zu einem Gerangel zwischen einem Bornheimer Spieler und Danny Matzdorf, die beide anschließend mit Rot vom Platz verwiesen wurden. Als die Gemüter sich nun etwas beruhigt hatten, ging es für beide Teams zu Zehnt weiter. Der SCU wirkte jedoch unbeeindruckt und spielte weiter mutig nach vorne. Nach Pass von Lindit Gashi war Tim Keil durch, doch sein Schuss aus halblinker Position ging nur am Tor vorbei. Es war weiterhin eine Partie auf Augenhöhe beider Teams, doch man hatte das Gefühl, dass der SCU dem nächsten Treffer nun näher war. Umso ärgerlicher war es, dass man den Gastgebern erneut ein Tor schenkte. Den Stürmer der Bornheimer konnten gleich vier Leute nicht entscheidend verteidigen, sodass dieser auf sein Dribbling einen Schuss ins linke Eck folgen ließ. Wieder musste der SCU also einem Rückstand hinterlaufen. Wieder gab es auch Diskussionsbedarf als Adrian Hotel im Strafraum umgerannt wurde und es erneut keinen Strafstoß gab. Da der Bornheimer dabei auch den Ball spielte, hatte es der Schiedsrichter wohl als regulären Körpereinsatz ausgelegt. Der SCU ließ sich nicht beirren und kam tatsächlich ein drittes Mal zum Ausgleich. Der eingewechselte Torsten Stricker hatte Torsten Ballnus auf links geschickt, der den Ball flach in die Mitte brachte, wo Tim Keil vollstreckte. Kurz darauf hatte der SCU dann sogar die große Chance in Führung zu gehen. Nach einem verunglückten Bornheimer Kopfball war Igor Weber frei durch, doch scheiterte mit seinem Versuch am SSV-Keeper. Der SCU war nun näher am vierten Treffer, doch wieder war es Bornheim, die sich auf die Anzeigetafel brachten. Mit einem perfekt getretenen Freistoß kurz vor Ende der regulären Spielzeit wurde dem SCU erneut der Wind aus den Segeln genommen. Als man nochmal alles nach vorne warf und sich dabei einen kapitalen Ballverlust leistete, machte Bornheim per Konter den Deckel drauf. Kurz vor dem Schlusspfiff klärte ein Abwehrspieler der Gastgeber noch einen Schuss von Christoph Hermanni auf der Linie, doch dies hätte letztendlich auch nichts Zählbares mehr eingebracht. Am Ende kassierte man also in einer vogelwilden Partie eine Niederlage zum Abschluss des Jahres und überwintert auf Platz 10 in der Tabelle. Durch unnötige Fehler hatte man sich immer wieder selbst in Bredouille gebracht und auch die Schwäche bei gegnerischen Standards zieht sich wie ein roter Faden durch die Hinrunde. So stand man heute letztendlich mit leeren Händen da, obwohl man im zweiten Durchgang eigentlich die aktivere Mannschaft gewesen war. Unter dem Strich hat man nach dem Umbruch und dem stark verjüngten Kader aber eine gute erste Saisonhälfte gespielt, die man im neuen Jahr bestätigen möchte. In der kommenden Wintervorbereitung geht es nun darum die häufig auftretenden Fehler zu minimieren.