SCU I: Verrücktes Spiel ohne Sieger!

Sonntag 22.09.2019, 06. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SC Uckerath – FC Hertha Rheidt 3:3 (0:0)

Aufstellung: F.Milicki – I.Weber, L.Einheuser, C.Hermanni, A.Hotel – J.Grünig, S.Hillert, T.Keil, D.Matzdorf (88. Büchter), S.Mondring – E.Klinaku (74. S.Jedruszek)

Tore: 1:0 C.Hermanni (61.), 1:1 (63.), 2:1 I.Weber (65.), 3:1 D.Matzdorf (68., Foulelfmeter), 3:2 (85., Foulelfmeter), 3:3 (86.)
Bes. Vorkommnisse: Milicki hält Handelfmeter (90.)

Mit zwei Heimsiegen und 4:0 Toren war die Weste de SCU vor eigener Kulisse noch blütend weiß. Gegen den Landesliga-Absteiger Hertha Rheidt stand man dieses Mal aber vor einer kniffligen Aufgabe. Zumal die Personalsituation weiterhin angespannt blieb. Zwar kehrte Julius Mondring zurück, dafür fehlten mit Torsten Stricker und Pascal Esser aber weitere Akteure. So kam es, dass der SCU wohl Historisches schaffte. Ohne genauer in den Chroniken des Vereins nachgeschaut zu haben, war es mit 20,73 Altersdurchschnitt wohl die jüngste Startelf, die jemals für die 1. Mannschaft in der Meisterschaft aufgelaufen ist. Bei Abpfiff waren es sogar nur noch 19,82. Dass diese junge Truppe aber auch richtig gut kicken kann, bewies sie erneut an diesem Sonntag. Gegen die Rheidter war zunächst aber harte Arbeit angesagt. Immer wieder rieben sich beide Teams im Mittelfeld auf und neutralisierten sich. Torchancen gab es im ersten Durchgang nicht viele. Während ein Matzdorf-Schuss knapp vorbei ging, setzte die Hertha im Gegenzug selbst aus guter Position das Spielgerät über das Tor. Da der Hertha Keeper kurz vor dem Seitenwechsel auch eine Direktabnahme von Simon Hillert gut parierte, ging es leistungsgerecht mit einem 0:0 in die Kabine.

Was die Partie im ersten Durchgang noch schuldig geblieben war, zeigte sie jetzt aber in der zweiten Hälfte. Zunächst klärte Fabio Milicki einen Kopfball nach einer Ecke stark. Wenig später zeigte sein Gegenüber im Rheidter Tor eine ähnlich starke Parade gegen einen Schuss von Simon Hillert. Nach einer Stunde war der Ball dann aber doch im Tor. Einen Freistoß von Danny Matzdorf spitzelte Christoph Hermanni im zweiten Versuch über die Linie. Die Führung währte aber nicht lange. Einen Flankenlauf der Gäste konnte man nicht entscheidend unterbinden, sodass der Rheidter Angreifer mühelos zum Ausgleich einschieben konnte. Der SCU ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und übernahm jetzt komplett die Kontrolle über die Partie. Wieder war es eine Parade des Rheidter Keepers, der gegen Edon Klinaku den erneuten Torerfolg verhinderte. Bei der anschließenden Ecke klärte die Hintermannschaft der Hertha aber unzureichendend zentral in den Rückraum, wo Igor Weber das Leder per Dropkick aus 20 Metern im Winkel versenkte. Traumtor! Der SCU nahm nun richtig Fahrt auf. Edon Klinaku spitzelte seinem Gegenspieler den Ball vom Fuß und wurde dann im Strafraum regelwidrig gelegt. Danny Matzdorf schnappte sich das Leder und schoss mit etwas Glück zum 3:1 ein. Auch hier war der Rheidter Torhüter dran gewesen. Rheidt war nun angeknockt und der SCU hatte mehrere Gelegenheiten die Partie zu entscheiden. Doch einen Kopfball von Simon Hillert konnte ein Abwehrspieler noch gerade so auf der Linie klären. Kurz darauf war erneut der Rheidter Keeper gegen einen Schuss von Danny Matzdorf zur Stelle. Der Reaktionsschnelligkeit des Torhüters war es auch zu verdanken, dass Tim Keil wenig später nicht zum Torerfolg kam. Der SCU hatte nun Chance um Chance und war klar überlegen. Umso ärgerlicher, dass man die Gäste mit einem unnötigen Foulelfmeter wieder ins Spiel brachte. Beim stark getretenen Strafstoß hatte Milicki keine Chance gehabt. Die Hertha witterte nun doch wieder ihre Chance und kam tatsächlich nur wenige Minuten später doch noch zum Ausgleich. Bei einer Flanke hatte man in der Defensive die Ordnung verloren, sodass der Rheidter Stürmer einköpfen konnte. Beinahe wäre die Partie komplett auf den Kopf gestellt worden. Nachdem Adrian Hotel der Ball im Strafraum unglücklich an den Unterarm gesprungen war, gab es einen zumindest diskussionswürdigen Handelfmeter. Fabio Milicki aber erahnte die Ecke und parierte stark und sicherte seinem Team so zumindest noch den einen Punkt. Da ein Kopfball von Julius Mondring in der Schlussminute knapp über das Tor ging, blieb es beim verrückten 3:3. Sicherlich kann man mit dem gehaltenen Elfmeter froh über den Punkt sein, aber anhand der Chancen hätte man den Rheidtern ein halbes Dutzend Tore einschenken und die Partie frühzeitig entscheiden müssen. So sind es dann doch zwei verlorene Punkte, die sicherlich auch dem jungen Durchschnittsalter geschuldet sind. Die Mannschaft ist jedoch in einem Lernprozess und da gehören solche Spiele eben dazu. Der SCU wird aber sicherlich noch viel Freude an der jungen Truppe haben. Die nächste Chance auf einen weiteren Sieg gibt es kommenden Sonntag beim Aufsteiger SV Beuel.