SCU I: Unnötig spannend gemacht!

Sonntag 29.09.2019, 07. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SV Beuel 06 – SC Uckerath 1:3 (0:1)

Aufstellung: F.Milicki – L.Einheuser (76. T.Ballnus), T.Stricker, C.Hermanni, A.Hotel (90. S.Karamanidis) – J.Mondring, S.Hillert, T.Keil, D.Matzdorf (76. J.Koch), I.Weber – E.Klinaku (65. S.Jedruszek)

Tore: 0:1 T.Stricker (5.), 1:1 (49., Foulelfmeter), 1:2 T.Keil (87.), 1:3 T.Keil (90+2)

Nach den zuletzt guten Leistungen, aber dem unglücklichen Spielausgang der vergangen Partie wollte man beim Auswärtsspiel bei Aufsteiger Beuel zurück in die Erfolgsspur. Personell gab es dabei kaum Veränderungen zu verzeichnen. Lediglich Johannes Grünig fehlte, dafür kehrte aber Torsten Stricker zurück in den Kader und auf die Position des ungewohnten Innenverteidigers. Dass dies nicht seine ursprüngliche Position ist und er eigentlich für Tore verantwortlich ist, zeigte er dann bereits wenige Minuten nach Anpfiff. Nach einem Foul an Edon Klinaku schnappte er sich das Spielgerät und zirkelte den fälligen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer hinweg perfekt in den Winkel. Ein Start nach Maß für den SCU, der in der Folge dem Gastgeber nun immer wieder durch schnell Tempogegenstöße Probleme bereitete. Mehrfach waren die Uckerather nur durch taktische Fouls zu stoppen. Warum hier noch die Karten ausblieben, war der wohl lockeren Einstellung des Unparteiischen geschuldet. Für Beuel dauerte es knappe 20 Minuten bis sie mal vor der Gehäuse des SCU kamen. Hier war aber allerhöchste Aufmerksamkeit durch Lukas Einheuser geboten, der für den geschlagenen Keeper Milicki mit einer beherzten Grätsche auf der Torlinie den Ausgleich verhinderte. In der Folge aber hatte man die Beueler dann im Griff und ließ im ersten Durchgang nichts mehr zu. Der Gastgeber hatte sich vor der Partie entschieden auf den Rasenplatz zu wechseln, war aber nun selbst das Team, dass immer wieder mit dem holprigen Geläuf haderte und etliche Stockfehler produzierte. Der SCU dagegen kam deutlich besser zurecht und hätte kurz vor der Pause erhöhen müssen. Zunächst hatte Tim Keil Igor Weber bedient. Der legte sich das Leder zurecht und schoss dann aber über das Tor. Wenig später war die Chance sogar noch größer gewesen als Keil erneut Weber in Szene setzte, der sich aber unglücklich aus kurzer Distanz ans eigene Bein geschossen hatte. Weber war es auch, der kurz darauf an einer starken Parade des Keepers scheiterte. Zuvor war schon ein Schuss von Tim Keil in aussichtsreicher Position geblockt worden. So ging es mit der völlig verdienten, aber wohl zu niedrigen Führung in die Kabine.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff drohte man dann eine bis dahin sehr gute Leistung unnötig herzuschenken. Nachdem in der Defensive ein Ball völlig leichtsinnig im Sechzehner vertändelt wurde, folgte in unmittelbarer Folge ein Griff ans Trikot und der völlig berechtigte Elfmeterpfiff des Schiedsrichters. Beuel ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum Ausgleich. Zwar hatte man kurz darauf erneut eine Chance durch Edon Klinaku, der allein vorm Keeper noch entscheidend gestört wurde, aber insgesamt verlor man durch den Ausgleich etwas den Faden und war nicht mehr so sattelfest wie im ersten Durchgang. So schnupperte der Gastgeber mit einem Distanzschuss, der knapp am Tor vorbei ging und einer abgefälschten Flanke kurzzeitig sogar an der Führung. Erst in der Schlussphase berappelte sich der SCU wieder und drückte nun doch auf den Siegtreffer. Zunächst zielte der eingewechselte Sebastian Jedruszek auf Pass von Tim Keil knapp vorbei. Wenig später war es Keil selber, der auf Zuspiel von Igor Weber allein vorm Torhüter das Leder links vorbei schob. Nur kurz darauf machte er es dann aber deutlich besser. Christoph Hermanni hatte das Leder lang aus der Defensive geklärt und so Tim Keil perfekt in Szene gesetzt. Der ließ am linken Strafraumeck zwei Spieler stehen, zog nach innen und setzte das Leder mit einem schönen Schuss in die obere Ecke. Der Jubel war groß, doch immernoch waren einige Minuten zu überstehen. Umso besser, dass der SCU direkt den nächsten Konter für die Vorentscheidung nutzte. Julius Mondring hatte den Ball gegen aufgerückte Beueler erobert und daraufhin zum Sololauf in den Sechzehner angesetzt, wo er dann auch noch das Auge für den mitgelaufenen Tim Keil hatte, welche mühelos einschieben konnte. Als alle schon gedanklich in der Kabine waren, musste Fabio Milicki in der Nachspielzeit doch noch in einem 1 vs 1 Duell sein Können beweisen. Fast im Gegenzug scheiterte Justin Koch auf seiten des SCU in ähnlicher Position. So blieb es am Ende beim späten, aber insgesamt verdienten Sieg für Uckerath, wodurch sich die junge Truppe weiter im oberen Tabellendrittel festbeißt. Bereits am Donnerstag empfängt man dann den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Bornheim vor heimischer Kulisse.