SCU I: Starke Defensivleistung baut Heimserie aus.

Sonntag, 03.11.2019, 13. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SC Uckerath – TV Hoffnungsthal 2:0 (1:0)

Aufstellung: F.Milicki – T.Stricker (81. A.Binot), L.Einheuser (90+2. W.Kenanides), C.Hermanni, A.Hotel – S.Hillert, J.Grünig, D.Matzdorf (88. S.Karamanidis), I.Weber, J.Mondring (66. J.Koch) – T.Keil

Tore: 1:0 C.Hermanni (12.), 2:0 T.Stricker (51.)
Bes. Vorkommnisse: T. Stricker verschießt Handelfmeter (51.), Gelb-Rote Karte für I.Weber (80.)

Der Niederlage aus der Vorwoche wurde beim SCU nicht lange hinterher getrauert. Mit dem Gast aus Hoffnungsthal reiste nämlich ein weiterer Tabellennachbar in die Bubi-Gilgen Arena. Um den spielstarken Gegner in die Schranken zu weisen und die Heimserie auszubauen, war daher volle Konzentration gefordert. Verzichten musste man dabei auf den gesperrten Lindit Gashi sowie den erkrankten Sebastian Jedruszek. Tim Keil und Simon Hillert kehrten dafür in die Startelf zurück. Die angereisten Gäste, die aus der anderen Staffel in die Liga gerutscht waren, waren folglich ein bis dato unbeschriebenes Blatt und so legte man zunächst den Fokus auf eine stabile Defensive, um sich erst einmal ein Bild zu verschaffen. Gleichzeitig konnte man aber schon sehr früh immer wieder Nadelstiche setzen. Insbesondere nach langen Bällen von Christoph Hermanni war der TVH in der Anfangsphase unsortiert. So war Tim Keil gleich zwei Mal auf und davon, doch bei seinem ersten Versuch ging der Heber knapp über das Tor, beim zweiten Mal war der Gästekeeper zur Stelle. So war es schließlich eine Ecke, die die frühe und verdiente Führung einbrachte. Den getretenen Standard von Danny Matzdorf hatte Hermanni per Kopf in die Maschen befördert. Eine solche Ecke hätte beinahe auch das 2:0 ergeben. Aber das hereingedrehte Leder von Danny Matzdorf fischte der Hoffnungsthaler Torhüter noch so gerade aus dem Winkel. Jener Keeper war es auch, der mit einer starken Parade gegen Hermanni nach einem Matzdorf-Freistoß wieder zur Stelle war. Diese turbulente Anfangsphase hätte sicherlich eine höhere Führung verdient gehabt. Nichtsdestotrotz blieb der TVH ein stetig unangenehmer, weil vor allem passsicherer und technisch guter, Gegner. Doch eine mannschaftlich geschlossene Defensivleistung ließ so gut wie gar keine Abschlüsse der Gäste zu. Lediglich ein einziges Mal kurz vor der Pause war man nach einem Freistoß unachtsam gewesen, doch da hatte man mit Fabio Milicki schließlich noch einen grandiosen Keeper im Tor, der das Spielgerät irgendwie noch an den Querbalken gelenkt bekam.

Auch im zweiten Durchgang knüpfte der SCU an diese kompakte Defensivleistung an und ließ die Gäste überhaupt keine Gefahr ausstrahlen. Von vorne bis hinten wurde hier defensiv richtig gute Arbeit geleistet. Insbesondere die Viererkette hatte sich ein Sonderlob verdient, nachdem sie jeden Angriff der Gäste verpuffen ließ. Zusätzliche Sicherheit gab zudem der Ausbau der Führung kurz nach dem Seitenwechsel. Nach einem Handspiel im Strafraum der Gäste hatte es Handelfmeter gegeben, welchen Torsten Stricker im Nachschuss schließlich verwandelte. Mit dieser Führung im Rücken verwaltete der SCU das Spiel geschickt und hielt den Gegner aus dem Strafraum fern. Lediglich ein abgefälschter Distanzschuss sorgte mal für etwas Aufregung. Da der SCU aber auch die Konter nicht gut genug ausspielte, blieb es bis zum Schluss spannend. Auch weil Igor Weber nach wiederholtem Foulspiel des Feldes verwiesen wurde und man die letzte Viertelstunde inkl. Nachspielzeit in Unterzahl agieren musste. Aber auch mit einem Mann weniger hielt man den Gegner gekonnt in Schach und feierte einen am Ende verdienten Sieg. Der Gegner war gemäß Tabellenstand auf Augenhöhe gewesen, aber insbesondere in der Anfangsphase des Spiels hatte der SCU ein deutliches Chancenplus verzeichnet und so am Ende zurecht die Punkte zuhause behalten. Damit ist man nun nicht nur weiterhin in dieser Saison zuhause ungeschlagen, sondern kassierte saisonübergreifend seit 8 Monaten keine Liganiederlage mehr vor heimischer Kulisse. Da als nächstes 4 Auswärtsspiele folgen ehe man erst im Februar wieder zuhause antritt, wird die Serie zwangsläufig auf 11 Monate ausgebaut werden. Aber dies ist nur eine Randnotiz. Wichtiger wiegt natürlich die starke Leistung der jungen Truppe und der Blick auf das Gesamttableau, wo man sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt hat. Möchte man dort bleiben, muss man zwingend vom schweren Auswärtsmarathon etwas mitnehmen. Anfangen kann man damit am nächsten Sonntag beim FV Oberkassel, von wo man in den letzten 4 Spielzeiten jeweils immer mit leeren Händen nach Hause zurückgekehrt ist.