SCU I: Siegesserie reißt – SCU verliert Faden und Spiel!

Sonntag 24.03.2019, 19. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SC Uckerath – TuRa Oberdrees  1:2 (1:0)

Aufstellung: Milicki – Hotel, Hermanni, Le.Gashi, Ballnus – Grünig, Doktorczyk, Xanthopoulos (60. I.Weber), Kossack (70. Krethen) – Stricker, Hühnerberg (81. Becker)

Tore: 1:0 Stricker (37.), 1:1 (48.), 1:2 (64.)

Nach zuletzt drei Siegen in Folge hatte sich der SCU aller Abstiegssorgen entledigt und war mittlerweile auf Platz 4 angelangt. Mit einem weiteren Dreier bestand die Chance sogar auf den dritten Platz vorzudringen. Gegen den Tabellennachbarn aus Oberdrees musste man dabei aber auf Mittelfelddirigent Lindit Gashi verzichten, der sich von der letzten Partie noch mit Knieproblemen rumplagte. Für ihn startete Mike Doktorczyk, was gleichzeitig der einzige Wechsel zur Vorwoche war. Dementsprechend eingespielt startete man auch stark gegen die Gäste aus Oberdrees. Immer wieder konnte man deren hochstehende Abwehr mit tiefen Bällen in Bredouille bringen und näherte sich zunehmend dem Führungstreffer. So traf Markus Hühnerberg nach einer Viertelstunde schon den Pfosten. Es rollten weitere Angriffe auf das Gästetor, doch das Leder wollte zunächst einfach nicht rein. Zunächst köpfte Sebastian Kossack freistehend vorbei, wenig später vergab er nach mustergültiger Hereingabe ebenfalls aussichtsreich. Der SCU hätte hier längst mit 2 Treffern führen müssen. Es wäre typisch gewesen, wenn die Gäste dies beinahe bestraft hätten, doch Leart Gashi konnte einen Schuss noch auf der Linie klären. Bei der anschließenden Ecke schaltete der SCU dann perfekt um. Schnörkellos ging es in die gegnerische Hälfte, wo Sebastian Kossack butterweich auf Torsten Stricker flankte, der das Leder mit der Brust annahm und zur überfälligen Führung vollendete. Es ging also wenigstens mit einem 1:0 in die Kabine, was hochverdient und eigentlich viel zu niedrig war.

So hatte man die Gäste am Leben gelassen und bekam dafür schon früh nach der Pause die Quittung. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff konnten sich die Gäste unbedrängt bis an den Sechzehner kombinieren ehe ein Oberdreeser Angreifer den Ball schlussendlich vom Strafraumeck in die lange Ecke schlenzte. Eine sichere Partie war innerhalb kurzer Zeit wieder hergeschenkt. Und dieser Treffer hatte seine Wirkung. Uckerath konnte sein Spiel nun nicht mehr durchbringen und die Gäste gewannen nun ihre Zweikämpfe, waren deutlich präsenter. So hatte der SCU zunächst Glück, dass ein Gästespieler freistehend keinen Druck hinter seinen Kopfball brachte und die Führung verpasste. Eine Minute später war er dann aber doch zur Stelle und vollendete eine Hereingabe problemlos. Innerhalb einer Viertelstunde hatte der SCU also die Partie komplett aus der Hand gegeben. Postwendend wäre fast die Antwort geglückt, doch ein Heber von Sebastian Kossack ging knapp über das Tor. In der Schlussphase stemmte sich der SCU noch einmal gegen die drohende Niederlage, doch wieder war die mangelnde Chancenverwertung im Weg. Zunächst hatte Niklas Krethen den gegnerischen Keeper schon umkurvt, doch aus spitzem Winkel knapp vorbei gezielt. Wenig später scheiterten Leart Gashi und auch Christian Becker im Sechzehner aussichtsreich am Oberdreeser Schlussmann. In der Schlussminute war dann Torsten Ballnus über links frei durch, doch seine Hereingabe viel zu ungenau und verpasste gleich mehrere Mitspieler die frei hätten einschieben können. So blieb es am Ende bei der äußerst unnötigen Niederlage. Über das gesamte Spiel hatte man mindestens doppelt so viele hochkarätige Torgelegenheiten wie die Gäste, konnte am Ende aber nur halb so viele Tore auf die Anzeigetafel bringen. Dass man die erste Niederlage seit November kassierte und auf eigenem Platz sogar erstmals seit Oktober Punkte abgab, hatte man sich also vollkommen selbst zuzuschreiben. Dadurch rutscht man vorübergehend wieder auf Platz 6, kann aber schon nächste Woche mit einem Dreier wieder den dritten Tabellenplatz angreifen. Dann ist man nämlich zu Gast beim TuS Buisdorf, wo man gerne die Hinspielniederlage wettmachen möchte. Möglich ist dies allemal, denn schließlich befindet man sich weiterhin in einer starken Verfassung und muss nur die Chancenverwertung wieder auf Kurs bringen.