SCU I: Sieg leichtfertig verspielt.

Sonntag 19.05.2019, 26. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2 SC Uckerath – SV Umutspor Troisdorf 2:2 (1:1)

Aufstellung: Milicki – Hermanni, Doktorczyk, Le.Gashi, Hotel (77. Kossack) – Grünig, Li.Gashi, Xanthopoulos, D.Stange – Stricker, Krethen (68. Klinaku)

Tore: 1:0 D.Stange (30.), 1:1 (45.), 2:1 Doktorczyk (59.), 2:2 (69.)
Bes. Vorkommnisse: Le.Gashi verschießt Foulelfmeter (22.)

Gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Troisdorf wollte man mit einem dreifachen Punktgewinn weiter in der Tabelle klettern. Doch weiterhin war die Personalsituation angespannt. Das Ende der Saison und die damit verbundene Sommerpause kann für den SCU daher gar nicht früh genug kommen. Zwar kehrten Dominik Stange und Adrian Hotel ins Team zurück, doch Torsten Ballnus und Egzon Ademi fehlten verletzungsbedingt. So kam es, dass erneut zahlreiche angeschlagene und nicht fitte Spieler über 90 Minuten gehen mussten. Dennoch wollte man in den letzten 5 Spielen noch so viele Punkte wie möglich sammeln, um die Saison im oberen Tabellendrittel abzuschließen. Der Anfang dazu sollte mit einem Sieg gegen Umutspor Troisdorf gemacht werden. Dabei musste man nach wenigen Minuten aber zunächst einmal durchatmen, als ein Heber des schnellen Gästestürmers knapp am Tor vorbei ging. Anschließend aber übernahm der SCU komplett das Kommando über die Partie und erspielte sich nun einige hochkarätige Chancen. Nach Traumpass von Chris Xanthopoulos war plötzlich Dominik Stange frei vorm Keeper und war dabei offenbar genauso überrascht, sodass er mit seinem Schuss aus kurzer Distanz am Fuß des Torhüters scheiterte, der eigentlich schon in die andere Ecke unterwegs gewesen war. Der SCU machte aber druckvoll weiter und erarbeitete sich die nächste dicke Gelegenheit als Chris Xanthopoulos im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Der sonst so sichere Kapitän Leart Gashi schnappte sich das Leder und setzte den Strafstoß aber nur an den Querbalken. Die Führung wäre längst überfällig gewesen, fiel dann aber erst nach einer guten halben Stunde. Dieses Mal war es ein starker Pass von Niklas Krethen, den Dominik Stange mit einem schönen Heber über den Gästekeeper zum 1:0 verwertete. Beinahe hätte Torsten Stricker weiter erhöht, doch sein Distanzschuss strich nur knapp am Tor vorbei. Es kam wie es kommen musste. Ein Abspielfehler in der Defensive ermöglichte den Gästen den einen Konter zu setzen, der ihnen mit dem Pausenpfiff den schmeichelhaften Ausgleich bescherte. Es hätte mit einem 3:0 in die Pause gehen müssen, doch so stand es nun nur 1:1.

Im zweiten Durchgang galt es die Verhältnisse wieder zurecht zu rücken. Doch leider ließ man auch nach dem Seitenwechsel einige dicke Gelegenheiten liegen. So wurde Niklas Krethen nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff regelwidrig im Sechzehner gelegt. Der Schiedsrichter entschied hier aber zurecht auf Vorteil, da der Ball bei Chris Xanthopoulos landete, der aus kurzer Distanz aber am gegnerischen Keeper scheiterte. Auf der Gegenseite meldete sich dann auch noch mal Troisdorf, die einen Kopfball nach einem Freistoß aber über das Tor setzten. Es bedurfte dann einen cleveren Moment von Christoph Hermanni, um erneut in Führung zu gehen. Nach einem Pass in den Sechzehner wurde Chris Hermanni vom Gegenspieler eigentlich schon abgedrängt, sodass der Keeper den Ball problemlos hätte aufnehmen oder ins Aus lassen gehen können. Dabei schalteten die Troisdorfer offenbar wohl zu früh ab, denn Hermanni bekam mit einem langen Bein doch noch die Fußspitze dazwischen und der mitgelaufene Mike Doktorczyk hatte aus einem Meter keine Mühe mehr das Leder über die Linie zu drücken. Doch nachdem man abermals aufgrund fahrlässiger Chancenverwertung lange für die erneute Führung gebraucht hatte, machte man sich diese dann umso schneller leichtfertig wieder zu Nichte. Die Gäste konnten so also prompt mit einem simplen Doppelpass in den Sechzehner eindringen und erneut ausgeglichen. Doch auch jetzt hätte man die Partie wieder auf Sieg stellen können. Nach einer Flanke von links stand Chris Xanthopoulos am langen Pfosten völlig frei, setzte seine Direktabnahme aber neben das Tor. Da in der Schlussphase auch ein Kopfball sowie ein Schuss von Christoph Hermanni neben bzw. über das Tor gingen, blieb es bei der unnötigen Punkteteilung. Schließlich hatte man im gesamten Spielverlauf gleich vier richtig dicke Torchancen liegen gelassen und hätte hier problemlos 6 Tore erzielen können und müssen. So aber muss man sich mit dem Unentschieden begnügen und den Kontakt zum oberen Tabellendrittel etwas abreißen lassen. Beim Tabellenschlusslicht aus Lohmar sollte man nun kommende Woche mit einem Dreier den Kontakt wieder herstellen. Doch Vorsicht ist geboten. Schließlich tritt der Tabellenletzte seit der Rückrunde längst nicht mehr wie ein Absteiger auf und konnte schon das ein oder andere Team mächtig ärgern.