SCU I: Sieg bei Geduldsprobe!

Sonntag 11.11.2018, 12. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2
SC Uckerath – SV Lohmar 2:1 (0:0) 

Aufstellung:
Milicki – Hotel (72. Ballnus), Hermanni, Le.Gashi, Ademi – Li.Gashi, Grünig, N.Stange (75. Becker), I.Weber, D.Stange (63. Krethen) – Xanthopoulos

Tore:
1:0 I.Weber (49.), 2:0 Krethen (65.), 2:1 (83.)

Bes. Vorkomnisse:
Gelb-Rote Karte für SV Lohmar (90+3, wdh. Foulspiel)

Zum Beginn der Karnevalszeit musste man die Feierlichkeiten zunächst noch verschieben. Denn bevor gefeiert werden konnte, musste man noch die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten SV Lohmar bewältigen. Zwar hatte das Schlusslicht bisher keinen einzigen Zähler sammeln können, doch schon dem ein oder anderen Ligakonkurrenten eine enge Partie geboten. Auf die leichte Schulter durfte man den Gegner daher auf keinen Fall nehmen. Personell war man gegenüber dem Sieg in der Vorwoche gezwungen Änderungen vorzunehmen, da mit dem gesperrten Sascha Weber und dem verletzten Markus Hühnerberg zwei Spieler nicht spielen konnten. Christoph Hermanni und Johannes Grünig starteten daher von Beginn an. Gegen tief stehende Gäste tat man sich zunächst äußerst schwer. Viel zu einfallslos agierte man, sodass Torchancen eine Rarität blieben. Ein Leistungsunterschied, den es laut Tabellenbild hätte geben müssen, war im ersten Durchgang nicht zu sehen. Aufregung gab es als der Gästetorhüter einen Rückpass in höchster Not vor Chris Xanthopoulos 25 Meter vor dem Tor klären musste. Der abgewehrte Ball landete nämlich bei Niklas Stange, der das verwaiste Tor anvisierte, dabei aber von hinten zu Fall gebracht wurde. Sicherlich eine Definitionssache inwiefern hier eine klare Torchance verhindert wurde. Der Schiedsrichter entschied sich letztendlich für Gelb statt Rot, was nicht zwingend als krasse Fehlentscheidung zu werten ist, aber den SCU sicherlich benachteiligte, denn beim anschließenden Freistoß war das Tor natürlich wieder besetzt. Es war der einzige Aufreger in einer ereignisarmen ersten Halbzeit. Erst als schon fast der Halbzeitpfiff ertönte, gab es die erste Großchance für den SCU, doch Chris Xanthopoulos scheiterte nach Zuspiel von Niklas Stange frei am gegnerischen Keeper.

Es war klar, dass sich im zweiten Durchgang was ändern musste, wenn man nicht die erste Mannschaft sein wollte, die gegen Lohmar Punkte abgab. Und es passierte tatsächlich was: Schon unmittelbar nach Wiederanpfiff drückte der SCU aufs Gaspedal. Nach einer abgewehrten Ecke schoss Igor Weber zunächst noch aussichtsreich über das Tor, machte es aber nur zwei Minuten später dann besser. Nach einem Traumpass von Lindit Gashi krönte er das Zuspiel mit perfektem Laufweg und Torabschluss zur Führung. Mit dem 1:0 im Rücken spielte es sich nun deutlich leichter auf und es sollten weitere Torchancen folgen. Trainer Dietmar Rombach zeigte dann bei der ersten Einwechslung ein glückliches Händchen und brachte mit Niklas Krethen den Torschützen zum 2:0, der sofort mit dem ersten Ballkontakt für beruhigte Gemüter sorgte. Nach einem gelupften Pass von Igor Weber köpfte ein Abwehrspieler der Gäste das Leder genau auf den Fuß von Krethen, der den Ball Volley in die Maschen donnerte. Lohmar musste nun natürlich kommen und konnte sich nicht mehr auf ihre Defensive verlassen. Dadurch ergaben sich Räume, die der SCU für die Vorentscheidung hätte nutzen müssen. Doch Nilkas Krethen scheiterte am Pfosten und auch Christian Becker und Chris Xanthopoulos ließen große Gelegenheiten liegen. Als die Gäste dann bei einer kleiner Unachtsamkeit in der Schlussphase zum Anschlusstreffer kamen, wurde es plötzlich noch einmal unnötig spannend. Beinahe wäre Lohmar sogar noch zum Ausgleich gekommen, doch einen gefährlichen Freistoß, den Milicki hatte abprallen lassen, konnte die Uckerather Hintermannschaft mit vereinten Kräften doch noch klären. Ein Ausgleich wäre sicherlich auch nicht verdient gewesen, aber die Nachlässigkeit im Torabschluss wäre fast noch zum Verhängnis geworden. So passierte, abgesehen von einer Ampelkarte für die Gäste, nichts mehr in den letzten Minuten und der SCU konnte den fünften Sieg im sechsten Spiel feiern. Damit hatte man sich endgültig von den Abstiegsrängen distanziert und Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel genommen. Der Blick kann nun erstmals nach oben gerichtet werden, erst Recht wenn man beim nächsten Gastspiel weiter punktet. Doch mit dem Bröltaler SC hat man eine harte Nuss zu bewältigen, da der Tabellennachbar bisher zu Hause noch keine Partie verloren hat.