SCU I: Deja-Vu Drama in letzer Sekunde!

Sonntag 09.09.2018, 03. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2
SC Uckerath – TuS Mondorf 2:3 (2:2)

Aufstellung:
Milicki – Ballnus (46. I.Weber), S.Weber, Le.Gashi, Ademi – Li.Gashi, Hermanni (75. N.Stange), Xanthopoulos, Stricker, Klinaku (61. D.Stange) – Hühnerberg

Tore:
0:1 (2.), 0:2 (4.), 1:2 Le.Gashi (22., Foulelfmeter), 2:2 Xanthopoulos (32.), 2:3 (90+4)

bes. Vorkomnisse:
Gelb-Rote Karte für Hühnerberg (68., wdh. Foulspiel)

Beim Heimspiel des dritten Spieltags wollte man den absoluten Fehlstart unbedingt vermeiden und die ersten Punkte einfahren. Mit dem Landesliga-Absteiger kam allerdings der Top-Favorit TuS Mondorf nach Uckerath. Nach der Last-Minute Niederlage in der Vorwoche war es nun also eine äußerst hohe Hürde dieses Trauma zu bewältigen, zumal auch der Top-Torjäger der Vorsaison Niklas Krethen gesperrt fehlte. Freuen konnte man sich allerdings über einige Rückkehrer. So waren mit Torsten Ballnus, Sascha Weber, Lindit Gashi, Markus Hühnerberg und Edon Klinaku gleich fünf Spieler wieder im Kader und auch gleich in der Startelf. Die neu formierte Elf sah sich zunächst aber einem Angriffswirbel der Gäste entgegen gestellt, auf den sie zunächst überhaupt keine Antwort fand. Komplett von der Rolle war man den Mondorfern in den ersten Minuten hoffnungslos unterlegen. Die Mannschaft schaute nur zu und fand gar nicht statt. Nach 2 Minuten ging der TuS daher schon nach einer Ecke in Führung und baute diese nur kurz darauf auch noch aus. Ein Debakel bahnte sich an, auch weil weiterhin ein Anlauf der Gäste auf den nächsten folgte. Erst nach 15 Minuten gab es endlich den “Hallo wach” Effekt. Edon Klinaku prüfte nach einem Angriff erstmals den Gästekeeper und plötzlich war das ganze Team endlich in den Zweikämpfen und kaufte dem Gegnger den Schneid ab. Eben so wie man auftreten sollte, wenn man dem Favoriten ein Bein stellen wollte. Dieses Engagement wurde auch prompt belohnt. Nach einem Foul an Edon Klinaku gab es folgerichtig Elfmeter, den Leart Gashi zum Anschluss verwandelte. Als Chris Xanthopoulos dann mit einem wunderschönen Freistoß den Ausgleich besorgte, war die Anfangsviertelstunde endlich ausgewetzt und die Uhren wieder auf Null gestellt.

Fortan war es ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste hatten zwar das optische Übergewicht, doch auch der SCU setzte immer wieder Nadelstiche und so konnte die Partie ständig irgendwie in eine von beiden Seiten kippen. Einen bitteren Moment, der das Deja-Vu zur Vorwoche einleitete, gab es dan in der 68. Minute. Der bereits verwarnte Markus Hühnerberg sah nach einem Foulspiel die Ampelkarte und der SCU war für die restlichen 22 Minuten plus Nachspielzeit nur noch zu Zehnt. Die Gäste erhöhten logischerweise den Druck, doch der SCU stemmte sich auch in Unterzahl gegen den Landesliga-Absteiger. Weiterhin gab es Chancen hüben wie drüben. Selbst in Unterzahl hatte man die Möglichkeit das Spiel komplett zu drehen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Chris Xanthopoulos eine Flanke von Igor Weber freistehend knapp vorbei gesetzt. Schon davor hatten Schüsse von Xanthopoulos und Chris Hermanni angedeutet, dass hier auch zu Zehnt etwas mitzunehmen war. Doch wieder einmal sollte man für das Engagement nicht belohnt werden und musste miterleben wie sich das Drama aus der Vorwoche wiederholte. Die letzte Minute der 3-minütigen Nachspielzeit war schon vorüber, als die Gäste noch einmal einen langen Einwurf in den Strafraum brachte. Das Leder flipperte anschließend mehrmals zwischen diversten Körperteilen hin und her ehe schließlich ein abgewehrter Schuss bei einem Mondorfer Spieler am langen Pfosten landete, der das Leder aus wenigen Zentimetern über die Linie drückte. Ein erhoffter Abseitspfiff blieb aus und da der Schiedsrichter die Partie nach dem Jubel der Mondorfer gar nicht mehr anpfiff, sah man sich, wie in der Vorwoche, mit dem bitteren Deja-Vu Gegentor in der Nachspielzeit konfrontiert und stand erneut mit leeren Händen da. Streicht man die ersten 15 Minuten muss man nun dieses Spiel aber trotzdem positiv mitnehmen. Zeigt man die Einstellung wie zuletzt, dann wird der Punkteknoten hoffentlich beim nächsten Auswärtsspiel bei TuRa Oberdrees platzen.