SCU I: Chancen genug, Tore zu wenig – Niederlage in Troisdorf

Sonntag 08.04.2018, 22. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2
SF Troisdorf – SC Uckerath 2:1 (1:0) 

Aufstellung:
Hambitzer – Ballnus (82. Doktorczyk), C. Binot, Le.Gashi, Stricker – Einheuser, Xanthopoulos (70. Foukis), Stange (86. Becker), Klinaku – Hühnerberg, Kossack

Tore:
1:0 Stricker (35., Handelfmeter), 2:0 (70.), 2:1 Stricker (88.)

Nach dem Sieg gegen Bröltal vergangene Woche hatte man sich im Mittelfeld festgesetzt und konnte das Spiel deutlich entspannter angehen als die Gastgeber aus Troisdorf, die mitten im Abstiegskampf steckten. Personell sah die Situation aber nicht sonderlich gut aus beim SCU. Wieder mussten wichtige Akteure ersetzt werden und so gab es erneut einige Änderungen in der Startformation. Carsten Hambitzer hütete das Tor für den gesperrten Fabio Milicki und auch Markus Hühnerberg und Sebastian Kossack rückten in die Startelf für Alex Binot und Tim Schulz. Auf der Bank nahm mit Christian Becker zudem ein Akteur aus der zweiten Mannschaft Platz, dem an dieser Stelle nochmal für seine Bereitschaft gedankt wird. Bei sommerlichen Temperaturen erwischte der SCU zunächst einen guten Start. Wenn die Gastgeber unter Druck gesetzt wurden, haperte es im Spielaufbau, was dem SCU viele Ballgewinne einbrachte. Zudem wackelte der Troisdorfer Keeper zunächst bedenklich, als er bei mehreren Situationen sehr unsicher wirkte. Einen Distanzschuss von Torsten Stricker konnte er nur nach vorne abklatschen lassen, ohne dass ein Uckerather aber daraus Kapital schlage konnte. Doch auch die Troisdorfer musste man im Auge behalten. So tauchte plötzlich ein Troisdorfer Angreifer allein vor Carsten Hambitzer auf, aber zielte neben das Tor. Wenig später dann eine knifflige Situation, in der der Schiedsrichter letztendlich auf den Punkt zeigte. Aus kurzer Distanz war Stricker der Ball an den Arm geschossen wurden und der Schiedsrichter entschied sich für Handelfmeter. Sicher eine diskussionswürdige Entscheidung, zumal es bei Handelfmetern ja ohnehin oft allein schon aufgrund der denhbaren Regelauslegung Diskussionen gibt. Den Gastgebern wars egal und sie verwandelten sicher zur Führung. Aber auch danach brachte man den Troisdorfer Keeper immer öfter in unangenehme Situationen. Der Ausgleich sollte aber nicht fallen.

Nach dem Seitenwechsel kam der SCU mit viel Druck aus der Kabine, aber auch hier war man nicht zielstrebig genug. Als die Angriffswelle langsam aber sicher verpufft war, nutzten die Gastgeber die Gunst und erhöhten stattdessen ihrerseits auf 2:0. Der zweite Gegentreffer zwang den SCU nun zunehmend die Defensive zu entblößen und in die volle Offensive zu gehen. Die Chancen häuften sich nun, doch selbst die größten Möglichkeiten konnten nicht verwertet werden. Sei es die eigene Unzulänglichkeit oder der plötzlich stark aufspielende Keeper der Troisdorfer die einen Uckerather Torerfolg verhinderten. Weil die Troisdorfer ihre Konter aber auch nicht richtig ausspielten, blieb die Partie weiter offen. Erst Recht als Torsten Stricker nach klasse Vorlage des eingewechselten Ioannis Foukis endlich doch noch der Anschluss gelang. Zu spät – wie sich letzlich herausstellte. Doch auch in den wenigen Minuten bis zum Schlusspfiff wäre der Punktgewinn noch möglich gewesen. So scheiterte beispielsweise auch Edon Klinaku aussichtsreich. Am Ende war es wie schon so oft in dieser Saison. Die mangelnde Chancenverwertung stellte dem SCU letztlich ein Bein und so darf man sich nicht beschweren, dass man ohne Punkte nach Hause fährt. Dies gilt es unbedingt abzustellen, denn sonst ist auch im kommenden Heimspiel gegen Schlusslicht Lommersum nichts zu holen.