SCU I: Auswärtssieg bei Alu-Glück und Schiri-Pech!

Sonntag 04.11.2018, 11. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2
Umutspor Troisdorf – SC Uckerath 0:2 (0:1) 

Aufstellung:
Milicki – Hotel, S.Weber, Le.Gashi, Ademi – Li.Gashi, Krethen, Xanthopoulos (83. Becker), I.Weber (63. Hermanni), D.Stange – Hühnerberg (31. N.Stange)

Tore:
0:1 Xanthopoulos (24.), 0:2 Li.Gashi (86.)

Bes. Vorkomnisse:
Rote Karte für S. Weber (60., Notbremse)

Nachdem vergangene Woche die Siegesserie des Teams gerissen war, wollte man an diesem Sonntag gegen Tabellennachbar Umutspor Troisdorf zurück in die Erfolgsspur und die Distanz zu den Abstiegsrängen weiter vergrößern. Im Vergleich zur Vorwoche kehrten Sascha Weber und Markus Hühnerberg für Christoph Hermanni und Christian Becker zurück in die Startelf. Zudem startete Niklas Krethen für Niklas Stange sowie Adrian Hotel für den verletzten Torsten Ballnus. Schon kurz nach Spielbeginn wurde klar, dass mit den Troisdorfern ein technisch sehr starker und ballsicherer Gegner auf den SCU zukam. Dabei stand man in der Anfangsphase größtenteils gut und ließ nicht viel zu. Allerdings hatte man auch etwas Mühe die Ballbesitzstafetten der Gastgeber zu unterbrechen. Mit zunehmender Spieldauer gelang dies durch konsequentes Zweikampfverhalten aber immer besser. Dann hatte man auch die besten Gelegenheiten, denn nach Ballverlusten waren die Lücken in der Defensive der Troisdorfer sehr groß. So auch als Markus Hühnerberg mit feinem Pass Chris Xanthopoulos in Szene setzte, welcher allein aufs Tor laufen konnte. Beim anschließenden Schussversuch wurde Xanthopoulos schließlich vom Troisdorfer Abwehrspieler von hinten von den Beinen geholt. Eine klare Notbremse innerhalb des Sechzehners. Der Schiedsrichter jedoch gab weder Strafstoß noch eine rote Karte, sondern entschied sich zu großer Verwunderung für Abstoß. Die erste katastrophale Fehlentscheidung auf die noch weitere folgen sollten. Dennoch ließ sich der SCU nicht aus dem Konzept bringen und holte sich dann im nächsten Anlauf die verdiente Führung. Nach einem Solo von Niklas Krethen konnte dieser Chris Xanthopoulos freispielen, welcher, dieses Mal ungefoult, dem Torhüter keine Chance ließ. Fünf Minuten später dann der nächste bittere Fehlgriff des Unparteiischen. Nach einem Pass von Markus Hühnerberg kam der gegnerische Spieler viel zu spät und senste ihn ohne Chance auf den Ball derart um, dass die Partie für ihn nicht mehr weiter ging. An dieser Stelle gute Besserung und beste Wünsche, dass die Ausfallzeit nicht zu lang werden wird. Unverständlich, dass ein solches Foul keinen Platzverweis nach sich zog, sondern der Schiedsrichter mit einer gelben Karte quasi einen Freifahrtschein auf eine Freiwildjagd eröffnet hatte. Glücklicherweise nutzten beide Teams diese Kartenauslegung nicht, sondern spielten im weiteren Verlauf wieder fair. Dennoch sollte die Gesundheit der Spieler durch den Schiedsrichter geschützt werden. Mit einer gelben Karte nach einem solchen Foul kommt man dieser Pflicht leider nicht nach. Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, wurde auch wieder Fussball gespielt. Der SCU arbeitete defensiv weiterhin gut, sodass die technisch versierten Gastgeber sich zu langen Bällen gezwungen sahen. Da die Troisdorfer Angreifer aber derart schnell waren, keimte beim kleinsten Stellungsfehler in der Abwehr direkt Gefahr auf. So musste Milicki einmal stark im 1 vs 1 parieren. Kurz vor der Halbzeit half zudem die Latte.

Im zweiten Durchgang machte man es dann der SCU aber wieder besser und ließ nun zunächst überhaupt nichts mehr zu. Nach einer guten Stunde ereignete sich dann aber der nächste Aufreger. Nach einem verunglückten Kopfball rettete Sascha Weber mit einer Grätsche in höchster Not vor dem Sechzehner gegen den herannahenden Stürmer. Obwohl hier klar der Ball gespielt wurde, entschied sich der Schiedsrichter mit einer weiteren fragwürdigen Entscheidung für eine Notbremse mit roter Karte. Auch wenn er einen schlechten Blickwinkel gehabt hatte, war die Bewegung des Balles eindeutig und auch der Assistent an der Linie hätte sehen müssen, dass es sich nicht um ein Foulspiel gehandelt hatte. Dass im ersten Durchgang auf der Gegenseite für ein deutliches Foulspiel nicht auf Notbremse entschieden wurde, macht die Entscheidung noch schlimmer. Beim anschließenden Freistoß hatte man dann Glück im Unglück, als das Leder nur an den Querbalken sprang. Fortan in Unterzahl spielend war man nun den Angriffen der Troisdorfer ausgesetzt, doch selbst mit einem Mann weniger ließ man keine eindeutigen Torchancen mehr zu. Lediglich ein Schuss knapp am Tor vorbei sorgte für einen Aufreger. Hier war aber auch ein klares Handspiel kurz zuvor nicht geahndet worden, was ins Bild dieses Spiels passte. In der Schlussphase hätte Christoph Hermanni dann fast den Deckel auf die Partie gemacht, aber sein Schuss wurde von einem Troisdorfer auf der Linie geklärt. Unmittellbar danach sorgte dann aber Lindit Gashi für beruhigte Gemüter, als er den Ball nach einer abgewehrten Ecke aus der Distanz in die Maschen beförderte. Die Gastgeber kamen am Ende noch zu einem Pfostentreffer, konnten das Ergebnis aber nicht mehr beeinflussen. Der Auswärtssieg war also perfekt und mit dem vierten Sieg in den letzten fünf Spielen war man wieder zurück in die Erfolgsspur und damit das Tabellenmittelfeld gekehrt. Sicherlich hatte man bei den Aluminiumtreffern der Troisdorfer etwas Glück, aber die Partie hätte sich sicherlich auch ganz anders entwickelt, wenn man zwei Spieler der Gastgeber regelkonform in der Anfangsphase vom Platz gestellt hätte. So muss man nun den Sieg mit einem bitteren Beigeschmack feiern, denn zu der ohnehin angespannten Personalsituation kommen mit dem verletzten Markus Hühnerberg und dem gesperrten Sascha Weber zwei weitere Ausfälle hinzu. Auch deshalb sollte man beim kommenden Heimspiel das punktlose Schlusslicht aus Lohmar nicht unterschätzen, denn sonst wäre ein weiterer Sieg sicherlich in Gefahr.