SCU I: 2:2 bei Chancenwucher und Schiri-Wahnsinn

Sonntag 22.04.2018, 24. Spieltag, Bezirksliga Staffel 2
SSV Bornheim – SC Uckerath 2:2 (1:2) 

Aufstellung:
Hambitzer – Ballnus, Einheuser, Le.Gashi, Kaptein – Xanthopoulos, Foukis, Stricker (55. Stange), Krethen (90. A.Binot) – Hühnerberg (24. Doktorczyk), Klinaku

Tore:
0:1 Stricker (4.), 0:2 Krethen (34.), 1:2 (42.), 2:2 (69.)

Bes. Vorkommnisse:
Hambitzer hält Foulelfmeter (69.), Rote Karte für Xanthopoulos (90., Foulspiel), Gelb-Rote Karte für Klinaku (90., Meckern)

Zuletzt hatte man zwei Niederlagen gegen Abstiegskandidaten hinnehmen müssen und war somit in einen Negativstrudel geraten. Aus diesem Strudel musste man nun schleunigst ausbrechen, um nicht noch in den Abstiegskampf gesogen zu werden. Vor allem auch deshalb, weil das Restprogramm fast ausschließlich Teams aus dem oberen Tabellendrittel bereit hält. So auch der Gegner Bornheim an diesem Sonntag. Personell gab es zwei Veränderungen zur Vorwoche. Kapitän Xanthopoulos und Marcel Kaptein rückten in die Startelf für Dominik Stange und den verletzten Christoph Binot. Gegen den Tabellen-Fünften erwischte der SCU dabei einen Start nach Maß. Keine fünf Minuten waren gespielt, da fand eine Kaptein-Flanke in der Mitte Torsten Stricker, der das Leder in die obere Ecke vollstreckte. Mit der Führung im Rücken zeigte man dann eine deutlich bessere Leistung als in den vergangenen Wochen. Der Gegner wurde zunächst kontrolliert und hinten ließ man nichts zu. Beinahe hätte man sogar erhöht, aber Markus Hühnerberg konnte eine Hereingabe aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen. Auf der Gegenseite musste man dann einmal durchschnaufen, als Carsten Hambitzer einen Kopfball nach einer Ecke stark parierte. Stattdessen belohnte der SCU seinen bis dahin gelungenen Auftritt mit dem Ausbau der Führung. Nach einem langen Diagonalball von Leart Gashi war Niklas Krethen frei durch und spitzelte den Ball am Keeper vorbei ins Tor. Alles schien an diesem Sonntag auf einen Auswärtssieg hinzudeuten, doch leider ließ man es dann vor der Pause doch noch zu, dass Bornheim einen Fuß in die Tür bekam. Einmal nicht konsequent genug verteidigt und schon traf Bornheim zum überraschenden Anschluss vor der Pause.

So wurde die zweite Hälfte wieder spannend. Aber der SCU hatte nun mehrfach hochkarätige Torchancen um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Doch sowohl Mike Doktorczyk allein vorm Keeper als auch Dominik Stange nach schöner Vorarbeit von Edon Klinaku konnten selbst die besten Gelegenheiten nicht verwerten. Die Strafe folgte dann Mitte des zweiten Durchgangs. Die eigentlich solide Defensive ließ eine Lücke zu, die einen Bornheimer frei vor Carsten Hambitzer auftauchen ließ, der diesen nur mit einem Foul stoppen konnte. Das war viel zu einfach gewesen. Der Elfmeter vollkommen gerechtfertigt. Was dann aber passierte, war nicht wirklich zu erklären. Den folgenden Strafstoß parierte Carsten Hambitzer zunächst, wurde dann beim Nachschuss von einer Bornheimer Grätsche gefoult und ein weiterer Bornheimer verwertete den Abpraller. Warum der Schiedsrichter hier nicht auf Foul enschied und den Treffer aberkannte, bleibt ein Rätsel. Nach einer langen Behandlungspause für Hambitzer, konnte er die Partie zum Glück fortsetzen. Bornheim kam nun besser in die Partie und hatte jetzt auch die ein oder andere Torchance, die zuvor Mangelware waren. Bei der besten Gelegenheit stand einem Distanzschuss die Querlatte im Weg. Ein Tor sollte aber nicht mehr fallen. Stattdessen hatte der Schiedsrichter in der Nachspielzeit einen weiteren unrühmlichen Auftritt. Nach einem normalen Foulspiel von Chris Xanthopoulos zückte er zum Entsetzen aller die rote Karte. Eine völlig überzogene Entscheidung. Eine gelbe Karte wäre vertretbar gewesen, aber ein Grund für einen Platzverweis konnte man beim besten Willen nicht erkennen. Als wäre das nicht schon bitter genug, sah auch noch Edon Klinaku eine Gelb-Rote Karte wegen angeblichen Meckerns, was es so schlichtweg nicht gegeben hat. Auch hier war wieder vollkommen übertrieben bewertet worden. Ein unrühmlicher Höhepunkt durch den Schiedsrichter, der aber keine Auswirkung auf den Spielverlauf hatte. Dass man dieses Spiel nicht gewann, hatte man sich ganz einfach selbst eingebrockt. Souverän hatte man die Partie kontrolliert und es dann selbst bei ganz dicken Chancen verpasst die Partie vorzeitig zu entscheiden. Hinzu kommt, dass man derzeit eigentlich über die meiste Zeit des Spiels sehr solide steht, aber dann doch 1-2 Aussetzer hat, die den Gegnern immer wieder leichte Tore ermöglichen. So der Treffer zum Anschluss und auch beim Ausgleich. Zwar war der zweite Treffer an sich regelwidrig gewesen, aber die Entstehung des Elfmeters war es nicht. Solche leichten Gegentore gilt es zu vermeiden und auch die Torchancen müssen besser genutzt werden, damit man die noch fehlenden Punkte zum vorzeitigen Klassenerhalt endlich einfahren kann. Allerdings pfeift man durch die zwei Platzverweise und einer Verletzung von Markus Hühnerberg mittlerweile personell aus dem letzten Loch. Immerhin haben Fabio Milicki und Lindit Gashi ihre Sperren abgesessen und können beim schweren Heimspiel gegen RW Hütte wieder mitwirken.