Auf den Punkt gebracht #3

Heute möchten wir euch die dritte Ausgabe unserer Interview-Reihe “Auf den Punkt gebracht” präsentieren. Bei den Herren-Seniorenmannschaften vom SC Uckerath läuft es derzeit nicht immer rund. Bei unserer Damen-Seniorenmannschaft in der Frauen-Bezirksliga sieht das schon anders aus. Mannschaftsführerin Anja Löwenberg stand uns im Interview Rede und Antwort. Viel Spaß beim Lesen.

SCU: “Hallo Anja. Herzlichen Glückwunsch zum 0:1 Auswärtssieg beim Tabellenzweiten aus Neunkirchen-Seelscheid vorletzte Woche und dem Unentschieden vergangenen Sonntag gegen SV Morsbach. Durch die zwei Niederlagen der Neunkirchener habt ihr in zwei Spielen 4 Punkte gut gemacht. Das macht eure Saison nochmal spannend, oder nicht?”

Anja: “Der Sieg gegen Neunkirchen-Seelscheid war defintiv einer der wichtigsten Siege dieser Saison. Wir konnten unseren dritten Tabellenplatz verfestigen und sind jetzt Neunkirchen-Seelscheid mit nur noch zwei Punkten Abstand dicht auf den Fersen. Darüber hinaus konnten wir endlich einmal wieder schönen Fußball zeigen und hatten alle richtig Spaß während des Spiels, auch wenn es letztlich nur zu einem 1:0 gereicht hat.”

SCU: “Euch trennen nur noch 2 Punkte und das deutlich schlechtere Torverhältnis vom begehrten Aufstiegsplatz in die Frauen-Landesliga. Gegen die beiden Mannschaften über euch habt ihr bereits gespielt, während Konkurrent Neunkirchen-Seelscheid in den letzten 6 Spielen auch noch gegen den Tabellenführer antreten muss. Ist da träumen vom Aufstieg erlaubt? Ist die Chance auf den Aufstieg bereits Thema im Team und wie stehen eure Trainer dazu? Es könnte plötzlich ganz schnell gehen.”

Anja: “Na klar träumen wir von der Landesliga, zumal einige von uns früher, teils in der Jugend, schon höherklassig gespielt haben. Auch unser Trainer Micha hat bereits angekündigt, sein Traineramt nicht eher niederzulegen, bevor wir den Sprung in die Landesliga geschafft haben. Ziel zu Beginn der Saison war es, im oberen Drittel mitzumischen. An einen Aufstieg hatte da noch keiner gedacht! Der Traum vom Aufstieg flammt aber inzwischen immer weiter auf, allerdings müssen wir dafür unseren Kader vergrößern und noch eine Schippe drauflegen, damit wir in dieser Liga überhaupt bestehen können. Und um ehrlich zu sein, wird das noch ein hartes Stück Arbeit.”

SCU: “Im Gegensatz zu den Herren legt ihr derzeit eine unglaubliche Serie hin. Sieben Siege aus den letzten neun Spielen können sich sehen lassen. Nur gegen den Tabellenführer SV Eintracht Hohkeppel musstet ihr Lehrgeld zahlen und kamt nun gegen den SV Morsbach über ein 0:0 nicht hinaus. Wie erklärst Du eure gute Form? Hast Du vielleicht einen Geheimtipp, damit es bei den Herren bald auch wieder besser läuft?”

Anja (lacht): “Wir haben noch Luft nach oben. Das Geheimnis besteht einfach darin, trotz aller Rückschläge als Team zusammenzuhalten und immer weiter zu kämpfen. Wir hatten wirklich einen schlechten Saisonstart ohne Vorbereitung und auch die Winterpause hat uns wieder ein Stück weit zurückgeworfen. Da war die Motivation zwischenzeitlich sowas von im Keller, aber rumjammern hilft ja auch nichts, also immer wieder aufstehen und weitermachen – irgendwann wird es sich auszahlen.”

SCU: “Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist zurzeit sicherlich überragend. Abgesehen davon – was gefällt Dir momentan am besten an der SCU Damen-Seniorenmannschaft? Vielleicht ein Ritual, bestimmten Eigenschaften und Macken von Mitspielerinnen oder auch eine Person. Etwas, das einfach zu eurer Mannschaft gehört und was Du Dir nicht mehr wegdenken kannst.”

Anja: “Wir sind einfach eine tolle vielseitige Truppe, in der jeder durch seine Art und kleine Macken einen Teil zur Stimmung im Team beiträgt. Sei es, dass Lisa nur mit ihren Glückssocken spielen kann, alle mal wieder schmunzelnd auf Paula warten oder Steffi mit Pizza zum Anstoß erscheint. Auch wenn wir uns mal anzicken und niedergeschlagen vom Platz gehen, stehen wir trotzdem am Ende des Tages lachend zusammen unter der Dusche und singen Ventiiilahaator…”

SCU: “Wie auch Du schnüren viele Spielerinnen in eurer Mannschaft seit dem Wiederaufbau der Uckerather Damenmannschaft in der Saison 2012/2013 die Fußballschuhe für den SCU. Vor 2 Jahren seid ihr gemeinsam in die Bezirksliga aufgestiegen. Soetwas schweißt zusammen. Trotzdem verschließt ihr euch nicht interessierten Fußballerinnen und seid weiter auf der Suche nach neuen Spielerinnen.”

Anja: “Wir freuen uns immer über neuen Zuwachs und wollen unseren Kader verstärken, damit sich der Traum vom Aufstieg irgendwann realisieren lässt. Interessierte Mädels sind herzlich eingeladen, uns dienstags oder donnerstags um 19:30 Uhr beim Training in Uckerath zu besuchen und mitzukicken!”

SCU: “An dieser Stelle noch eine persönliche Frage an Dich, wenn Du erlaubst, Anja. Wann und wie hat Dich das Fußballfieber gepackt? Und wie würdest Du mit einem Satz diesen Sport einer Person beschreiben, die noch nie in ihrem Leben Fußball gespielt hat?”

Anja: “Ich war 9 Jahre alt und noch in der Grundschule, als ich beim SCU in der neugegründeten Juniorinnenmannschaft angefangen habe Fußball zu spielen. Damals waren wir um die zehn Mädchen und haben regelmäßig 10:0 verloren, aber wir hatten immer Spaß und sind über die Jahre zu einem eingespielten Team zusammengewachsen. Während eines Fußballspiels durchlebt man gefühlt tausend Emotionen, die sich eigentlich kaum beschreiben lassen. Wer noch nie Fußball gespielt oder einen anderen Teamsport betrieben hat, wird es kaum nachvollziehen können, was es für ein magisches Gefühl ist, Teil eines Teams zu sein und mit diesem Team Erfolg zu haben. Der Fußball gibt einem etwas, das man alleine nie erreichen kann.”

SCU: “Was bedeutet es für Dich Mannschaftsführerin bei den SCU Damen zu sein und was verbindest Du mit Uckerath?”

Anja: “Ich freue mich wirklich, seit nun schon mehreren Jahren eine so tolle Mannschaft repräsentieren zu dürfen und Teil dieses Vereins zu sein. Ich habe von klein auf in diesem Team gespielt und werde den Verein wohl auch in Zukunft nicht mehr wechseln, denn dafür fühle ich mich hier in Uckerath mittlerweile viel zu wohl. Es ist auch schön zu sehen, wie sich der Verein immer weiterentwickelt und die Spielerinnen und Spieler sich insgesamt immer besser verstehen. Mit Uckerath an sich verbinde ich vorrangig natürlich den Fußball, aber auch die Bäckerei Gilgens, den Landsknecht oder andere Betriebe, die sich genau wie der SCU aus Uckerath nicht wegdenken lassen.”

Entweder-Oder

SCU: “Zum Ende der Interviews stellen wir den Interviewten immer noch 3 ‘Entweder-Oder’-Fragen. Bitte entscheide Dich für eine der beiden Optionen.”

SCU: “DFB-Herren oder DFB-Frauen?”

Anja: “Ich bin solidarisch: DFB-Frauen”

SCU: “Cristiano Ronaldo oder Mats Hummels?”

Anja: “Mats Hummels.”

SCU: “Vollspann oder Innenseite?”

Anja: “Vollspann!”

SCU: “Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin!”

Anja: “Sehr gerne und danke, das wünsche ich allen anderen Mannschaften unseres Vereins auch!”