1:0 für ein Willkommen

Noch nie war die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen, so hoch wie heute. In den ersten neun Monaten diesen Jahres kamen alleine 213.000 Asylsuchende nach Deutschland. Nicht selten war in den Medien von einer Flüchtlingskrise die Rede und mit diesem Begriff einhergehend die Frage “Schaffen wir das?”. Sicherlich ist in dieser Sache in erster Linie die Politik gefragt, doch ist es auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Der Fußball bietet dabei eine hervorragende Grundlage für die Integration Asylsuchender und so bot es sich an, dass der SC Uckerath eine ganze Reihe an Flüchtlingen in seinem Verein aufnahm. Vom Jugend- bis hin zum Seniorenbereich erfreut sich eine große Anzahl an der einfachen und ungezwungenen Integration, ersten neuen Freundschaften und letztendlich dem Sport selbst. Natürlich fehlen dem Großteil der Familien die Mittel für eine notwendige Fußballausrüstung, doch wo es nötig ist hilft der Verein mit Spenden so gut es geht. So trägt auch der SC Uckerath im Rahmen der Fußballfamilie dazu bei, seinen neuen Vereinsmitgliedern einen leichten Neustart zu ermöglichen. Vielleicht gelingt es auf dem Fußballplatz auch ein Stück weit die aktuellen Sorgen und schlimmen Erinnerungen für einen Moment vergessen zu können.

Die DFB-Stiftung Egidius Braun hat zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özuguz, das Projekt “1:0 für ein Willkommen” ins Leben gerufen. Vereine die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, erhalten von der Stiftung als Fördergeld 500 Euro zur Investition in diesem Aufgabengebiet. Die Summe wurde dem SC Uckerath stellvertretend vom Vizepräsidenten des Fußballverband Mittelrhein, Hans-Christian Olpen, überreicht. Herr Olpen lobte das Engagement des SC Uckerath und merkte an, dass man auf die Beteiligung und Mithilfe der Fußballvereine stolz sein könne. Das Projekt läuft noch voraussichtlich bis 2019. Der SCU wird die bisherige Arbeit auch weiterhin aufrecht erhalten und dazu beitragen die Ausgangsfrage “Schaffen wir das?” mit stolzer Brust mit “Ja.” beantworten zu können.